Epilepsie bei Kindern: Der schlimmste Albtraum aller Eltern und der Triumph von Cannabis

Epilepsie ist eine chronische Krankheit, die durch häufige, unvorhersehbare Anfälle gekennzeichnet ist. Etwa 30 % der Kinder mit Epilepsie werden refraktär oder resistent gegenüber Standard-Antiepileptika, und diejenigen, die an epileptischer Enzephalopathie (Hirnschäden) leiden, können besonders schwer zu behandeln sein. Das menschliche Endocannabinoid-System kann die physiologischen Prozesse, die der Epilepsie zugrunde liegen, verändern.

Die antiepileptischen Eigenschaften mehrerer Cannabinoide, nämlich Δ9-Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol (CBD), wurden in in vitro- und in vivo-Studien nachgewiesen. Cannabis-basierte Therapien werden seit langem zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, darunter auch Epilepsie, eingesetzt.

Mehrere große randomisierte kontrollierte Studien, in denen die Wirksamkeit und Sicherheit von CBD in pharmazeutischer Qualität bei Kindern mit Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom untersucht wurde, haben eine ähnliche Wirksamkeit wie andere Antiepileptika gezeigt. Der Mangel an Informationen über die angemessene Dosierung, die Kindern mit Epilepsie verschrieben werden sollte, sowie die pädiatrische Pharmakokinetik erschweren bis heute die Zulassung von Cannabistherapien für Kinder, die an Epilepsie leiden und gegen die ihnen verabreichte Behandlung resistent sind(1).

Was ist das Dravet-Syndrom?


Das Dravet-Syndrom ist ein seltenes, schweres Epilepsiesyndrom, das sich im ersten Lebensjahr durch wiederkehrende, durch Fieber ausgelöste, lang andauernde, hemiklonische Anfälle(einseitiger Krampfanfall) äußert. Etwa 70-80 % der Patienten sind Träger von Anomalien des Gens (SCN1A). Diese Art von Epilepsie ist sehr resistent gegen Medikamente und schwer zu behandeln. Obwohl es den Kindern zunächst gelingt, ihr normales Wachstum fortzusetzen, entwickeln die meisten Patienten im Laufe der Zeit eine mittelschwere bis schwere geistige Behinderung, Verhaltensstörungen und einen typischen Hockergang. Viele Kinder erleiden einen plötzlichen und unerwarteten Tod aufgrund von Epilepsie. Es ist selten möglich, eine vollständige Kontrolle der Anfälle zu erreichen. Einige neue Medikamente zur Behandlung des Dravet-Syndroms, wie Stiripentol, Cannabidiol und Fenfluramin, sind sehr vielversprechend und scheinen optimistische Ergebnisse zu erzielen(2).

Was ist das Lennox-Gastaut-Syndrom?


Es handelt sich um eine früh einsetzende epileptogene Enzephalopathie, die sich durch verschiedene Arten von generalisierten Anfällen äußert, darunter tonische Anfälle, atypische Absence-Anfälle und häufige epileptische Status epilepticus. Darüber hinaus wird diese Form der Epilepsie, die bereits in der frühen Kindheit beginnt, wahrscheinlich als der schlimmste Albtraum aller Eltern beschrieben. Die Kinder entwickeln verschiedene Arten von Anfällen, die zu einem allmählichen und schnellen Rückgang der kognitiven, verhaltensbezogenen und intellektuellen Fähigkeiten führen können(3).

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